07. Mai 2018

Gedanken zum Mutter- und Vatertag

Dieses Jahr fallen der Vatertag und der Muttertag in eine Woche. Auch wenn man über den Wert solcher Tage streiten kann, ist doch unbestritten, dass Mütter und Väter wichtig sind: für die Kinder, die Gesellschaft und für Unternehmen. In ihrer Rolle als Eltern üben Mütter und Väter wichtige Kompetenzen, die auch den Unternehmen nützen.

Eltern haben ein weites Übungsfeld für soziale und kommunikative Kompetenzen sowie Selbst- und Zeitmanagement, Konfliktfähigkeit, Überzeugungskraft, Entscheidungsstärke und Ambiguitätstoleranz. Hier ein paar Beispiele:

Eltern üben sich in Geduld. Für Kinder bis zu einem gewissen Alter zählt nur das Hier und Jetzt. Eine Stunde, morgen, eine Uhrzeit- was ist das? Die Dinge dauern so lange wie sie dauern. Das gilt auch für manche Entwicklungen und Lernprozesse, wie zum Beispiel laufen lernen. 

Eltern üben sich in Gelassenheit. Wenn das Kind dreißig Mal das Spielzeug vom Hochstuhl auf den Boden fallen lässt, weil es fasziniert ist von der Schwerkraft – und dann so lange schreit, bis es die Eltern aufheben. Wenn pubertierende Jugendliche ständig ihre Grenzen austesten und Diskussionen vom Zaun brechen.

Eltern üben, Aufgaben zu delegieren -  und zwar so, dass es die Kinder ermutigt, dass sie stolz auf die Erledigung der übertragenen Aufgaben sind. So, dass sie nie überfordert sind, sondern daran wachsen.

Eltern üben Abgrenzung und Konsequenz. Erziehung erfordert Abgrenzung, dafür kann auch ein gesunder Egoismus wichtig sein. Ein Nein gilt es konsequent durchzusetzen.  

Eltern üben sich in Streitschlichtung. Kinder streiten – und müssen das auch. Eltern üben also die Rolle des Schlichters, des Mediators. Kinder haben einen sehr feinen Sinn für Gerechtigkeit und schärfen damit auch die Sinne ihrer Eltern.

Eltern üben, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Die Einstellung zu dem, was wirklich wichtig ist im Leben, ändert sich mit der Elternrolle fundamental. Die Prioritäten verschieben sich, so manches, was vorher ganz dringend war, kann auch mal warten.

Eltern üben, Vorbilder zu sein. Für Kinder sind ihre Eltern lange Zeit die Welt und ihre größten Vorbilder. Das ist eine große Verantwortung.

Eltern üben, neue Sichtweisen einzunehmen. Kinder lernen die Welt mit unseren Augen kennen und öffnen uns gleichzeitig die Augen für Dinge, die uns bisher verborgen waren.: eine Blume am Wegesrand, die Wolken am Himmel, ein Käfer auf dem Gehweg. Kinder öffnen und weiten den Blick auf die Welt.

Eltern üben, Entscheidungen zu treffen – und zwar für sich und für die Kinder. Zum Wohle der Kinder zu entscheiden hat eine andere Dimension als nur für sich selbst zu entscheiden. Viele Entscheidungen müssen spontan getroffen werden. Das Bauchgefühl wird damit gestärkt und es gibt vielfältige Chancen, aus Fehlern zu lernen.

Eltern üben, bedingungslose Liebe zu geben und zu empfangen. Die Liebe zu Kindern ist nicht an Bedingungen geknüpft. Und die bedingungslose Liebe der Kinder zu den Eltern ist ein großes Geschenk. 

Eltern üben sich darin, mutig und gleichzeitig demütig zu sein. Es erfordert Mut, Kindern den Weg zu ebnen und sie erziehen. Gleichzeitig fördert gerade diese Erziehung auch Demut. Eltern stellen ihre eigenen Interessen häufig hinter denen der Kinder zurück. Sie stellen Weichen, können aber nicht alle Einflüsse steuern. Irgendwann kommt die Zeit loszulassen. Die Einflüsse von außen werden stärker und da kann man nur demütig hoffen, dass man mit seiner Erziehung ein gutes Fundament bereitet hat. Damit die Kinder stark sind und im Sturm des Lebens bestehen.

Als dreifache Mutter habe ich langjährige Praxis im Üben. Mittlerweile sind meine Töchter erwachsen und ich darf zusehen, wie sie sich ebenfalls auf dieses Übungsfeld zu wagen. Glücklicherweise habe ich als Großmutter dabei eine ganz andere Rolle.

 

 

 

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Sie gestalten das Seminar immer sehr abwechslungsreich und interessant, sodass die Themen im Kopf bleiben. Das bringt mich persönlich sehr viel weiter in allen Lebenslagen.

Gerda Schneider lässt Raum für jedes Individuum und Raum für persönliche Anliegen. Sie hört zu und kann die Gruppe auch mal "aus der Hand" geben, schafft es aber super, ihren Faden wieder durchzusetzen, ohne dass sich jemand vor den Kopf gestoßen fühlt.

Melanie Schmidle, Landratsamt Bodenseekreis

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Arzu Arabacioglu, Rechtsanwältin, Tuttlingen