10. April 2017

Sie können es so oder so sehen...

Ob wir Dinge positiv oder negativ sehen, liegt an uns. Was für den einen ein Problem darstellt, sieht der andere als spannende Aufgabe. Und so manche Katastrophe im Leben erweist sich hinterher manchmal als Segen.

Das zeigt die folgende chinesische Taogeschichte. Sie erzählt von einem Bauern in einer armen Dorfgemeinschaft. Man hielt ihn für gut gestellt, denn er besaß ein Pferd, mit dem er pflügte und Lasten beförderte. Eines Tages lief sein Pferd davon. Alle seine Nachbarn riefen, wie schrecklich das sei, aber der Bauer meinte nur, »vielleicht«. Ein paar Tage später kehrte das Pferd zurück und brachte zwei Wildpferde mit. Die Nachbarn freuten sich alle über sein günstiges Geschick, aber der Bauer sagte nur, »vielleicht«. Am nächsten Tag versuchte der Sohn des Bauern, eines der Wildpferde zu reiten; das Pferd warf ihn ab und er brach sich ein Bein. Die Nachbarn übermittelten ihm alle ihr Mitgefühl für dieses Missgeschick, aber der Bauer sagte wieder »vielleicht«. Am nächsten Tag kamen die Rekrutierungsoffiziere ins Dorf, um alle jungen Männer zur Armee zu holen. Den Sohn des Bauern wollten sie nicht mehr, weil sein Bein gebrochen war. Als die Nachbarn ihm sagten, was für ein Glück er hat, antwortete der Bauer, »vielleicht«...“ (Bandler/Grinder 2000).

Richard Bandler sagte dazu, dass die Bedeutung, die wir einem Ereignis zumessen, nicht die »wahre« Bedeutung ist. Alle Bedeutungen sind wohlgeformt innerhalb unseres Verständnisses der Welt.

Die Bedeutung von Ereignissen verändert sich also mit dem Blickwinkel, aus dem wir sie betrachten. Deshalb lohnt es sich, Dinge auch mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wofür könnte das, was gerade passiert, gut sein? Welche positive Absicht könnte dahinter stecken? Geben Sie den Ereignissen einen neuen, positiven Rahmen und üben Sie das kreative Umdeuten. Dies könnte Sie zu Lösungen führen, an die Sie vorher nie gedacht hätten. Genau das machen wir oft beim Coaching. Die richtigen Fragen weisen einen Weg aus der Sackgasse heraus, eröffnen neue Denkwege und führen damit schließlich zu guten Lösungen. Sie verändern unsere Sicht auf die Welt und unser Denken, unsere Handlungsspielräume erweitern sich.

Dabei spielen auch unsere Glaubenssätze eine nicht unerhebliche Rolle. Wir sagen oft: „Ich kann das nicht“ und merken Sie, was es für einen Unterschied macht, wenn Sie das unscheinbare Wörtchen „noch“ einfügen: „Ich kann das noch nicht.“ Mit Blick auf Ostern könnte man auch sagen: Der Glaube versetzt Berge. Wenn Sie glauben, etwas tun zu können oder Sie glauben, etwas nicht tun zu können – Sie werden in jedem Fall Recht behalten. In diesem Sinne: Frohe Ostern!

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Sie gestalten das Seminar immer sehr abwechslungsreich und interessant, sodass die Themen im Kopf bleiben. Das bringt mich persönlich sehr viel weiter in allen Lebenslagen.

Gerda Schneider lässt Raum für jedes Individuum und Raum für persönliche Anliegen. Sie hört zu und kann die Gruppe auch mal "aus der Hand" geben, schafft es aber super, ihren Faden wieder durchzusetzen, ohne dass sich jemand vor den Kopf gestoßen fühlt.

Melanie Schmidle, Landratsamt Bodenseekreis

Tolle professionelle Referentin mit Engelsgeduld. Die nächste Präsentation kann jetzt kommen!

Kurzweilig, humorvoll, ausführlich, viele Fallbeispiele, gute Übung. Sehr gut!

Ich habe im Seminar viel gelernt, über den Umgang mit anderen, aber vor allem auch über mich selbst.

Nicole Thoma, Landratsamt Bodenseekreis

Lockere, angenehme Atmosphäre, kurzweilig und interessant.

Frau Schneider weiß, wovon sie spricht. Viele Beispiele aus der Praxis und Übungen, die beim Umsetzen helfen.

Manchmal reicht es, die richtigen Fragen gestellt zu bekommen. Gerda Schneider tut dies auf eine angenehme Art: unaufdringlich, kompetent und extrem praxis- und lösungsorientiert.

Gerda Schneider hat das richtige Gespür für Menschen. Sie ist sehr überzeugend und wählt sensible Worte, die nicht nur den Verstand treffen, sondern einen auch als Menschen berühren. 

Arzu Arabacioglu, Rechtsanwältin, Tuttlingen