19. März 2020

Achtsam durch die Corona-Krise

Wir leben gerade in außergewöhnlichen Zeiten. Viele Menschen sorgen sich um ihre Familie, ihre wirtschaftliche Situation und sich selbst. Die Situation ändert sich von Moment zu Moment, was gestern noch selbstverständlich war, ist heute vorbei.

Es ist eine Situation, die wir alle so noch nie erlebt haben. Wir haben kein Muster, wie wir damit umgehen und das macht uns Angst. In jeder Krise ist allerdings Angst kein guter Ratgeber. Denn Angst blockiert das rationale Denken, wir werden gesteuert von Gefühlen, unser Körper reagiert entsprechend und unsere Gedanken kreisen unentwegt um Szenarien, die alles noch schlimmer machen. Gerade in diesen Zeiten hilft deshalb Achtsamkeit, weil sie unseren Geist, unsere Gefühle und unseren Körper wieder in Einklang bringen.

Ein arabisches Sprichwort sagt: "Wir können nicht verhindern, dass die Vögel der Sorge über unserem Kopf kreisen. Doch es liegt an uns zu entscheiden, ob sie Nester bauen dürfen." Es liegt also an unserer mentalen Einstellung, wie wir mit Krisen und Sorgen umgehen. Achtsamkeit bedeutet die Kunst, im Hier und Jetzt zu sein. Was wir beeinflussen können, ist immer nur der jetzige Moment. Was gestern war, ist vorbei und es hilft nicht, jetzt nach Schuldigen zu suchen, über die Versäumnisse zu jammern oder Geschehenes zu verdrängen. Was morgen ist, das wissen wir nicht und es hilft genauso wenig, sich alle möglichen Szenarien auszudenken, was sein wird oder nicht sein wird. Der einzige Zeitpunkt, den wir beeinflussen können, ist JETZT. Wir können jetzt alles dafür tun, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet. Wir können jetzt alles dafür tun, die Auswirkungen auf uns und unsere Familie abzumildern. Wir können jetzt in der Krise auch die Chancen sehen und erkennen, was im Leben wirklich wichtig ist.

Gefordert ist ein achtsamer Umgang mit dieser Krise: Aufmerksam sein und genau beobachten, was geschieht, ohne zu bewerten. Die Situation zu akzeptieren, wie sie gerade ist. Je mehr inneren Widerstand wir dagegen aufbauen, desto schlimmer werden wir es empfinden. Es ist in Ordnung, sich jetzt Sorgen zu machen oder Angst zu haben. Sobald ich meine Gefühle annehme, gelingt es mir leichter, sie auch loszulassen und innerlich ruhig zu werden. Unterstützend können Atemübungen und Körpermeditationen wie der Bodyscan helfen, weil sie unsere Aufmerksamkeit auf den jetzigen Moment, auf unseren Atem und unsere Körperempfindungen richten. Sie verankern uns im Hier und Jetzt, sie bringen Körper, Geist und Gefühle ins Gleichgewicht.

Die Krise, die wir jetzt erleben, ist völlig neu. Wir machen ganz neue Erfahrungen außerhalb unserer gewohnten Muster. Eine achtsame Haltung hilft uns dabei, dass unser Vertrauen in uns selbst und andere wächst. Damit gelingt es uns, Verantwortung für uns und andere übernehmen und uns als ein Teil eines großen Ganzen zu erleben. Wir sind nicht allein und werden diese Krise mit viel Geduld gemeinsam überstehen. Wir haben die Chance, daran zu wachsen, Mitgefühl zu zeigen und uns gegenseitig zu helfen. Diese Krise bietet vielleicht die Chance einer Rückbesinnung auf uns selbst und auf das, was uns als Menschen ausmacht und wichtig ist. Gemeinschaft, Solidarität und Mitgefühl können wachsen.

Gehen Sie achtsam mit sich um, nehmen Sie Rücksicht auf andere und nutzen Sie die Chancen, die sich Ihnen gerade bieten: vielleicht Zeit für sich und die Familie, für gute Lektüre und Achtsamkeitsübungen. Auch wenn die gegenwärtige Situation von uns allen viel abverlangt, bleiben Sie gelassen und geduldig. Die Lage ist ernst und wir dürfen uns sorgen, aber lassen Sie die Vögel der Sorge keine Nester in Ihrem Kopf bauen.

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