07. Juni 2019

Achtsamkeit – Hype oder Schlüssel?

Wir leben in einer Zeit der Vernetzung, Beschleunigung und Überreizung. Überall erreichbar, immer online, stets im Stress. Viele fühlen sich als Getriebene und sitzen im Hamsterrad, das sich gefühlt immer schneller dreht. Und dann kommt ein Trend wie Achtsamkeit, der auf den ersten Blick so gar nicht in die heutige Welt passt. Aber vielleicht passt er gerade deshalb so gut?

Achtsamkeit als Hype?

Google tut es, SAP und viele andere großen Konzerne: Ihre Mitarbeitenden üben sich in Achtsamkeit. Firmen sind gewinnorientiert, sie investieren da, wo es sich lohnt. Also muss es einen Mehrwert geben. Es gibt Stimmen in Unternehmen, die Achtsamkeit mittlerweile als Schlüsselfaktor für die Arbeitswelt 4.0 sehen. Der digitale Wandel, agile Teams und zunehmende Vernetzung brauchen kreative und aufmerksame Mitarbeitende, die achtsam mit sich und anderen umgehen. Was wir nicht brauchen, sind gestresste, überlastete Menschen, die sich gegen jede Veränderung sperren. 

Was ist das denn überhaupt: Achtsamkeit?

Im Prinzip ist Achtsamkeit nichts anderes als jedem einzelnen Moment die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken. Im Hier und Jetzt zu sein, ohne etwas zu bewerten oder ändern zu wollen. Wir erleben solche Momente, wenn wir uns auf etwas fokussieren oder in einer Tätigkeit aufgehen, zum Beispiel beim Klettern, bei einer konzentrierten Arbeit, beim Spielen. Wir sind dann eins mit unserem Körper, unserem Geist und unseren Gefühlen. Wir sind ganz präsent und aufmerksam. Nur sind solche Momente für viele Menschen immer seltener. Das führt zu einem höheren Stressempfinden. Viele leiden unter Schlaflosigkeit oder anderen stressbedingten Symptomen, weil sei nicht mehr abschalten können und der Strom der Gedanken unaufhaltsam kreist. Mit Achtsamkeit gelingt es, solche oft negativen Gedankenspiralen zu durchbrechen.

Wie werde ich achtsam?

Achtsamkeit besteht aus bestimmten Basisübungen wie Meditation, Bodyscan oder Yoga. Dadurch steigt das Bewusstsein für den eigenen Körper. Gedanken und Gefühle werden urteilsfrei wahrgenommen und können reguliert werden. Bewertungsmuster und Verhaltensweisen können verändert werden. Es kommt schließlich zu einer verfeinerten Selbstwahrnehmung und mehr Selbstbewusstsein. Achtsamkeit ist aber vor allem eine innere Haltung. Die schlechte Nachricht dabei: Achtsamkeit ist nichts, was ich mal schnell lernen kann, man braucht Geduld, Offenheit und Akzeptanz. Die gute Nachricht: Achtsamkeit öffnet Türen, zu einem selbst und zu anderen. Man wird gelassener, freundlicher und aufmerksamer – im Umgang mit sich selbst und mit anderen. Die Lebensqualität steigt, weil ich jederzeit ein Mittel habe, das Hamsterrad kurz anzuhalten und mich als selbstwirksam zu erleben. 

Achtsamkeit als Schlüssel

Ich glaube, Achtsamkeit als Gegentrend zur Beschleunigung ist wirklich ein Schlüssel für den gesunden Umgang mit der Arbeitswelt 4.0. Denn wir brauchen so dringend wie nie zuvor Menschen, die wissen, wer sie sind, die sich selbst und anderen vertrauen, die ihre Grenzen erkennen. Menschen, die sich offen, neugierig und urteilsfrei Veränderungen stellen. Kreative, geduldige und gelassene Menschen, die sich und anderen gut tun. Achtsam zu sein ist eine innere Haltung, die Kulturen verändern kann.  

 

 

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