03. Mai 2020

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks...

Es sind seltsame Zeiten gerade. Für das, was gerade passiert, haben wir alle keine Blaupause. Wir können auf keine Muster und keine Erfahrungen zurückgreifen. Die Situation ist einzigartig und unvergleichlich. Das zu akzeptieren fällt uns schwer.

Denn wir vergleichen überall und immer. Das Wetter von heute mit dem von gestern, sich selbst mit anderen, die jetzige Situation mit der im letzten Jahr. Es ist menschlich zu vergleichen, aber wie sagte der dänische Philosoph Kierkegaard: "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit".

Ist das wirklich so? Viele Vergleiche führen zur Unzufriedenheit, weil sie Gefühle wie Neid, Eifersucht, Niedergeschlagenheit oder Traurigkeit produzieren. Wenn ich mir zum Beispiel überlege, wie schön es im letzten Jahr war durch Südamerika zu reisen und mit der Situation jetzt vergleiche, macht mich das traurig... und dann auch unzufrieden. Es gibt aber auch Vergleiche, die anspornen und ermutigen. Wenn ich zum Beispiel sehe, wie viele Menschen jetzt voller Elan Online-Formate anbieten und kreative Ideen entwickeln, spornt mich das an.

Vergleiche beziehen sich nicht selten auf die Vergangenheit oder die Zukunft. Gestern war alles besser und morgen wird alles schlimmer sein. Der einzige Moment, den wir beeinflussen können, ist jedoch der gegenwärtige Moment. Vergleiche führen dazu, dass wir uns des gegenwärtigen Moments gar nicht bewusst sind. Denn der Vergleich bezieht sich meist auf das, was war oder das, was sein wird. Was gestern war, ist aber vorbei und was morgen sein wird, wissen wir nicht. Und das war schon immer so, auch in Zeiten außerhalb der Corona Krise.

Vergleichen an sich lässt sich gar nicht verhindern. Es hilft uns auch, Dinge einzuordnen. Der Unterschied, welche Auswirkungen der Vergleich auf mich hat, liegt aber in der inneren Haltung und meiner Bewertung. Indem ich nicht oder zumindest nicht negativ bewerte, kann ich Situationen und Menschen besser so akzeptieren wie sie sind.

Ich bin ich und andere sind anders - und das ist gut so. Wir sehen von den anderen sowieso immer nur einen kleinen Teil, der größte Teil bleibt uns verborgen. Und das was wir sehen, ist subjektiv und selektiv und hat ganz viel mit uns selbst zu tun. Deshalb glaube ich, dass eine gute Portion Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein dabei hilft, andere sein zu lassen, wie sie sind, ohne zu urteilen. Selbstachtung hilft uns, auch andere mehr zu achten und zu respektieren. Selbstfürsorge und Selbstliebe tragen dazu bei, Hilfsbereitschaft und Mitgefühl für andere zu entwickeln. Gerade diese Tugenden sind immer hilfreich und in der jetzigen Zeit ganz besonders.

Vielleicht lehrt uns gerade diese Zeit, achtsamer zu sein. Dazu gehört die rechte, innere Haltung: Vertrauen, Akzeptanz, Loslassen, Geduld, nicht erzwingen und nicht urteilen sowie den Geist des Anfängers entwickeln; offen zu sein für neue Erfahrungen und den Reichtum des Augenblicks zu erkennen.

Jeder Mensch ist einzigartig und unvergleichlich so wie auch jeder Moment einzigartig und unwiederbringlich ist. Wenn ich mir dessen bewusst bin und meine negativen Bewertungen erkenne, muss auch der Vergleich nicht das Ende des Glücks bedeuten.

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