06. Juli 2018

Keine Zeit

Im Juni habe ich meinen Newskanal gar nicht gefüllt. Da hatte ich keine Zeit. Das versteht jeder, oder? „Keine Zeit“ ist in unserem täglichen Sprachgebrauch völlig normal, gesellschaftlich akzeptiert, aber eigentlich Unsinn.

Keine Zeit gibt es nämlich gar nicht. Die Zeit ist immer da. Die Zeit ist auch noch gerecht verteilt, jeder hat gleich viel davon. Der Tag hat für alle Menschen 24 Stunden, die Stunde 60 Minuten, die Minute 60 Sekunden – und das gilt weltweit. Was nicht gleich verteilt ist, sind die Aufgaben, die Arbeit und die Anforderungen. Ja, ich hatte im Juni viel zu tun und war viel unterwegs. Wäre das Schreiben des Blogs auf meiner Prioritätenliste ganz oben gestanden, hätte ich es sicher erledigt. War es aber nicht. Meine Priorität lag darauf, Schätze zu suchen und zu bergen. Daneben haben mich noch einige private Dinge beschäftigt. Wie es halt so ist im Leben. 

Das geht uns allen so. Täglich haben wir eine Fülle von Aufgaben und entscheiden, was gerade wichtig ist und was nicht. Das Dumme daran ist, dass jede Entscheidung für auch eine Entscheidung gegen etwas in sich birgt. Prioritäten setzen heißt zu überlegen, was ist wichtig oder dringend und was weniger wichtig oder dringend. Was tue ich und was lasse ich. Dabei fällt es uns wesentlich leichter, uns für eine Sache zu entscheiden. Ich glaube, das ist der Grund, warum wir der Zeit die Schuld geben. Wenn ich also sage, dafür habe ich keine Zeit, habe ich mich gegen etwas entschieden. 

Für die Dinge, die uns wichtig sind, nehmen wir uns die Zeit. Wir schreiben To-Do-Listen – oder haben sie im Kopf. Vielleicht wäre es eine gute Idee, eine „Keine-Zeit-Liste“ zu schreiben? Damit würden wir ganz bewusst wahrzunehmen, wofür wir alles „keine Zeit“ haben. Sind das Dinge, die wirklich nicht wichtig sind? Viele Menschen nehmen sich keine Zeit für eigenen Bedürfnisse und ihr Wohlbefinden. Das ist schade. Denn nur wenn es mir gut geht, kann ich auch anderen gut tun. Nur wenn es mir gut geht, kann ich im Beruf volle Leistung bringen. Nur wenn es mir gut geht, kann ich in der Familie Einsatz bringen. Vielleicht ist es an der Zeit, sich selbst wieder wichtiger zu nehmen. 

Wie sieht Ihre persönliche „Keine-Zeit-Liste“ aus? Sind da wirklich nur unwichtige Dinge darauf oder wäre es an der Zeit, diese Liste zu überdenken?

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