20. August 2018

Muße im Urlaub und im Alltag

Urlaubszeit ist Zeit für Muße - für süßes Nichtstun, für tiefe Entspannung, für freie Zeit, Spielraum und für pure Lebensfreude. So ist die Vision, die Wirklichkeit sieht oft ganz anders aus.

All das, was wir im Alltag nicht leben, soll in zwei oder drei Wochen passieren. Ausbrechen aus dem Hamsterrad, rein in den Urlaub. Was nehmen wir uns nicht alles vor im Urlaub? Entspannen im Strandhotel, Wandern im Schwarzwald, Zeit für die Kinder, Abenteuerurlaub, Arbeiten im Haushalt, die sonst liegen bleiben und vieles mehr. Je nach Lebenssituation, nach Geldbeutel und persönlichen Vorlieben wird der Urlaub im Aktionismus verbracht. Wir verlagern unsere Arbeitswut und den Leistungsdrang auf die angebliche schönste Zeit des Jahres, den Urlaub. Schließlich wird der Urlaub, zumindest bei Arbeitnehmern, vom Arbeitgeber bezahlt und ist zur Erholung da. Und zwar so, dass der Arbeitnehmer danach wieder seine volle Leistungskraft zur Verfügung stellt. Also muss man alles tun, um sich in der Zeit wirklich gut zu erholen.

Vielleicht würde uns allen ein bisschen mehr Muße oder Müßiggang gut tun – im Urlaub, aber vor allem auch im Alltag. Dabei sollte Muße nicht mit Trägheit verwechselt werden. Muße ist ein Zustand, in dem man absichtslos aktiv und offen ist für das, was kommt. Man lebt ganz im Hier und Jetzt. Muße ist eine Art von Achtsamkeit und Munterkeit, die durchaus Bewegungsfreude, Offenheit für neue Erkenntnisse und produktives Träumen beinhaltet. Muße gibt Zeit zum Beobachten, zum Staunen, zum Wundern, zum Wahrnehmen, zum Fragen stellen und Antworten finden. 

Schauen wir doch auf kleine Kinder, sie beherrschen die Muße perfekt. Während wir von A nach B laufen und nur unser Ziel im Auge haben, nehmen sie vieles wahr und bestaunen Dinge, an denen wir achtlos vorbei laufen: der Käfer auf dem Weg, die Blumen am Wegesrand, die Katze in der Wiese, die auf eine Maus wartet. Kinder leben in der Gegenwart, im Hier und Jetzt. Dafür brauchen Sie keine Achtsamkeitskurse, keine Meditation, kein Resilienzseminar. Vielleicht würde es uns gut tun, in diesem Punkt von den Kindern zu lernen und uns ganz auf den Müßiggang einzulassen: kleine Auszeiten im Alltag und größere im Urlaub zu nehmen, in denen wir uns ganz der Muße hingeben. 

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"Frau Schneider hat sich mit uns auf das digitale Abenteuer eingelassen, zusätzlich zu den Präsenzseminaren auch Learning Nuggets online zur Verfügung zu stellen. Eine echte Bereicherung."

Dr. Thomas Jechle, Hochschule Furtwangen, HFU Akademie

Gerda Schneider lässt Raum für jedes Individuum und Raum für persönliche Anliegen. Sie hört zu und kann die Gruppe auch mal "aus der Hand" geben, schafft es aber super, ihren Faden wieder durchzusetzen, ohne dass sich jemand vor den Kopf gestoßen fühlt.

Melanie Schmidle, Landratsamt Bodenseekreis

Tolle professionelle Referentin mit Engelsgeduld. Die nächste Präsentation kann jetzt kommen!

Kurzweilig, humorvoll, ausführlich, viele Fallbeispiele, gute Übung. Sehr gut!

Ich habe im Seminar viel gelernt, über den Umgang mit anderen, aber vor allem auch über mich selbst.

Nicole Thoma, Landratsamt Bodenseekreis

"Frau Schneider vermittelt Inhalte nicht nur kompetent und praxisnah, sie schafft eine Atmosphäre, in der man gerne lernt."

Sabine Heizmann, HFU Akademie, Hochschule Furtwangen

Frau Schneider weiß, wovon sie spricht. Viele Beispiele aus der Praxis und Übungen, die beim Umsetzen helfen.

Manchmal reicht es, die richtigen Fragen gestellt zu bekommen. Gerda Schneider tut dies auf eine angenehme Art: unaufdringlich, kompetent und extrem praxis- und lösungsorientiert.

Gerda Schneider hat das richtige Gespür für Menschen. Sie ist sehr überzeugend und wählt sensible Worte, die nicht nur den Verstand treffen, sondern einen auch als Menschen berühren. 

Arzu Arabacioglu, Rechtsanwältin, Tuttlingen