11. Dezember 2017

Schon wieder ein Jahr um?

So manche reiben sich die Augen und fragen, wo die Zeit geblieben ist. Schon wieder ein Jahr um? Die Zeit rennt und gefühlt rennt sie umso schneller, je älter wir werden.

Der Psychologe Marc Wittmann hat mit seiner Kollegin Sandra Lehnhoff dieses Phänomen wissenschaftlich untersucht und sah das Phänomen bestätigt, dass die Zeit für Ältere schneller vergeht. Das Fazit aus seiner Studie zur "Zeitwahrnehmung mit zunehmenden Alter" (Age Effects in Perceptionof Time, Psychological Reports, 2005) war, dass das Gedächtnis die Zeitwahrnehmung maßgeblich bestimmt. Wenn man wenig Neues, Aufregendes erlebt, bleiben auch weniger Erinnerungen und im Rückblick erscheint die Zeitspanne kürzer. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass wenn man viel Neues und Aufregendes erlebt, sich das im Gedächtnis einprägt. Und damit wirkt ein Zeitraum länger im Nachhinein. Sie können also die gefühlte Zeit abbremsen, wenn Sie Neues, Aufregendes, Emotionales erleben - also mehr "erste Male". 

Die meisten Menschen mögen Neues, Aufregendes gar nicht so gerne. Denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier und es gibt uns in einer immer unsicherer werdenden Welt Sicherheit, wenn die Dinge ihren geregelten Gang gehen. Das ist auch gut so. Trotzdem fehlt uns manchmal der Mut, etwas Neues, Aufregendes zu erleben, etwas zum ersten Mal zu tun.

Ich denke, wir brauchen beides in Leben: auf die Anspannung folgt die Entspannung, auf die Ebbe die Flut, auf die Freude die Trauer, auf etwas Neues das Beständige. Leben ist Veränderung, es ist stets alles im Fluss. Zeit ist relativ und hier können wir so einiges von Kindern lernen. Kinder vergessen die Zeit, sie leben im Hier und Jetzt. Gestern und morgen sind für kleine Kinder außerhalb ihrer Vorstellung. Sie erleben vieles zum ersten Mal und lieben es, Neues und Aufregendes zu entdecken.

Ich wünsche Ihnen schöne Weihnachten, was auch immer das für Sie heißt. Die einen wollen es ruhig und behaglich, die anderen erlebnisreich und bewegt. Genießen Sie den Augenblick und den magischen Moment der Weihnacht mit dem Geheimnis des Unscheinbaren und Kleinen. Nutzen Sie die Feiertage für einen achtsamen Umgang mit sich selbst und anderen, entdecken sie Neues und erfreuen Sie sich an den kleinen Dingen.

Was ich Ihnen sonst noch wünsche, ist in dem Gedicht von Peter Rosegger wunderbar beschrieben:

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit

Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid

Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass

Ein bisschen mehr Wahrheit – das wäre was. 

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh

Statt immer nur ich ein bisschen mehr Du

Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut

Und Kraft zum Handeln – das wäre gut. 

In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht

Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht

Und viel mehr Blumen, solange es geht

Nicht erst an Gräbern da blühn sie zu spät. 

Ziel sei der Friede des Herzens

Besseres weiß ich nicht. 

 

 

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